Dramaturgie pur auf der Kegelbahn

In einer hochdramatischen Begegnung konnten sich die Frauen der TSG Haßloch in der 2. Bundesliga gegen die SG DKC/RW Neulußheim mit 2740 : 2721 Kegel durchsetzen. Bereits in der Startpaarung war klar, Neulußheim will endlich einmal die Punkte aus Haßloch entführen. So gelang es den Gästen gegen Anita Reichenbach (448) und Carmen Dunker (398) Haßloch mit einem Rückstand von 40 Kegel unter Druck zu setzen. Carmen Dunker war deutlich nervöser als gedacht und blieb auf Grund ihres sehr lange zurückliegenden letzten Einsatzes deutlich unter ihren Möglichkeiten. Auch in der Mitte gelang es den Keglerinnen aus dem Großdorf nicht das Ruder herum zu reißen. Mit einem starken Ergebnis von Sara Steidel (474) aber einer unglücklich agierenden Gabi Kleinod (421) konnte der Rückstand nur um sechs Zähler verbessert werden. Nun lag es am MutterTochter-Duo Jutta und Saskia Uhrich doch noch die Punkte festzuhalten. Was die Zuschauer nun zu sehen bekamen war auf beiden Seiten feinster Kegelsport, ein Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Trotz hervorragenden 255 Kegel von Saskia Uhrich im ersten Durchgang konnten die Gegner mithalten und der Rückstand für Haßloch nur auf 20 Kegel reduziert werden. Waren die Keglerinnen aus Neulußheim beim Spiel in die Vollen über das ganze Spiel immer leicht im Vorteil, so zeigte das Schluss-Duo der TSG aber, dass auch sie in der Lage sind hohe Ergebnisse zu spielen. Mit 170 und 171 Kegel standen nach 25 Wurf zwei unter diesen Umständen herausragende Ergebnisse auf der Anzeigetafel und erstmals in dieser Begegnung gab es für Haßloch auf der Habenseite 20 Kegel zu verzeichnen. Wer aber glaubte, damit wäre der Gegner endlich in die Schranken gewiesen, hatte sich getäuscht. In einem absolut hochkarätigen Schlagabtausch ging es im Abräumen weiter, so dass wirklich erst mit den letzten Kugeln die Entscheidung gefallen war. Jutta Uhrich hatte schließlich mit 475 Kegel ein hervorragendes Ergebnis und Saskia Uhrich konnte mit herausragenden 524 Kegel ihre persönliche Bestleistung und gleichzeitig einen neuen Bahnrekord definieren

 

Tabellenführungen verteidigt Die Sportkegler der TSG Haßloch befinden sich weiter auf der Erfolgsspur. In der Regionalliga bleibt mit 8:4 Punkten der Kontakt zur Tabellenspitze und in der Gemischten Liga mit nur zwei Verlustpunkten die Führung. Auch beim DKBC (120 Wurf) bleibt nach diesem Wochenende die Tabellenführung bestehen. Ein anspruchsvolleres Training, so könnte man die „Begegnung“ in der Regionalliga zwischen TSG Haßloch I und SG Worms beschreiben, denn der Gegner ist wegen Personalproblemen überhaupt nicht angetreten. Nach den Statuten muss dann die anwesende Mannschaft dennoch das „Geisterspiel“ durchführen. Hans-Jürgen Armbrust (923), Moritz Fuhrmann (897), Ralf Litzel (873), Marcel Scheurer (912), Marcus Diecker (1010) und Karl-Heinz Nied (953) trugen zu dem Gesamtergebnis von 5568 Kegel bei. Deutlich spannender war die Begnung auf der Haßloch Anlage im 120er Modus (DKBC) gegen TuS Gerolsheim II. Aufgrund der guten Konstellation bei den Spieltagen, konnte Sportwart Hans-Jürgen Armbrust für die Mannschaftsaufstellung zwar aus dem Vollen schöpfen, dennoch zeigte der Spielverlauf, dass der „andere“ Spielmodus durchaus für Überraschungen sorgen kann. So teilten sich in jeder Paarung, nach teilweise hart umkämpften Spielpunkten, die Kontrahenten die Mannschaftspunkte, so dass Haßloch nur über das bessere Gesamtergebnis von 3388 : 3300 Kegel den Sieg für sich verbuchen konnte. Für Haßloch spielten Moritz Fuhrmann (568 / 0 MP), Gerhard Bernatz (603 / 1 MP), Dieter Rackow (519 / 0 MP), Mario Schwinge (578 / 1 MP), Marcus Diecker (586 / 1 MP) und Karl-Heinz Nied (534 / 0 MP). „Das war heute mit das schwierigste Spiel in dem für uns nach wie vor noch ungewohnten Spiel über 120 Wurf. Deshalb bin ich hoch zufrieden mit dem Ausgang und dem damit verbundenen ersten Tabellenplatz in der Verbandsliga“ so Armbrust. In der Gemischten Liga (100 Wurf) gab es ein vereinsinternes Duell zwischen Haßloch II und Haßloch III. So konnte Sportwart Hans-Jürgen Armbrust auch ein paar Nachwuchsspielern zu ihren ersten Einsätzen verhelfen. Mit 1687 : 1457 Kegel gab es deshalb auch keine Überraschung im Endstand. Nicole Frisch (376), Frank Löwer (434), Lissy Tzschentke (435) und Jutta Uhrich (442) griffen für die Zweite zur Kugel. Haßloch III wurde durch Stefan Scheurer (392), Renate Armbrust (395) und den Nachwuchsspielern Till Müller (287) und Justin Reiser (383). Reiser konnten bei seinem bisher dritten Einsat